Der
Klosterrock schien dieses Jahr unter keinem guten Stern zu stehen, sondern unter
einer gewaltigen grauen Wolke.
Ein drohendes Unterwetter hatte sich angekündigt dem Klosterrock das Stattfinden
unmöglich zu machen. Letztendlich mussten dann die erste Band (Rattlesnake
aus Neumünster) ihren Auftritt um „nur“ 20 Minuten verschieben.
Aufgrund des Unwetters waren viele zu Hause geblieben.
Die undankbare Aufgabe des Openers wurde also noch zusätzlich erschwert.
Zum Glück hat Rattlesnake einen Haufen treuer Fans, die sich auch durch
so ein kleines Unwetter nicht davon abhalten lassen, sie live zu erleben.
Rattlesnake wurde ihrem Ruf gerecht und legten, wie auch
schon beim Köste-Rock, einen soliden Auftritt hin bei dem das entblößen
des Oberkörpers von Hauke “Hans“ Jakubik nicht fehlen durfte.
Der Schreiber des Flyer-Textes für Rattlesnake sollte sich allerdings
mal überlegen, demnächst nicht zu solchen Übertreibungen zu
neigen.
Nach einer obligatorischen Umbaupause betraten Tequila
And The Sunrise Gang die Bühne. Die noch recht junge Band hat sich den
Ska auf die Fahne geschrieben bei der Punk- und Reggae-Elementen nicht fehlen
dürfen.
Selbst alteingesessene Ska-Fans waren von der Band begeistert.
Ein paar ließen es sich dann auch nicht nehmen entsprechend vor der
Bühne ein Tänzchen hinzulegen.
Das war die richtige Party-Musik. Irgendwie hätte es besser gepasst wenn
die Band ein bisschen später gespielt hätte. Für so stimmungsgeladene
Mucke war es leider doch etwas zu früh., was man der Band natürlich
nicht vorwerfen kann.
Nach einer weiteren Umbaupause war es Zeit für Funny
Love Painful.
Sie legten einen soliden Auftritt hin, wie man es von ihnen gewohnt war. Er
wurde entsprechend mit Applaus und Jubel bedacht.
Dann wieder eine Umbaupause und der Hauptact des ersten
Abends betrat die Bühne.
The More I See. Nu Metal aus England stand dort im Flyer. Die ersten Stück
klangen aber gar nicht nach Nu Metal, sondern eher nach echtem Metal.
Im Laufe ihres Sets bekam man zwar doch noch einige Tracks um die Ohren geblasen
die man eindeutig in die Nu Metal-Ecke drücken kann, aber als der Sänger
der Band dann einen alten Metallica Song (Creeping Death) ankündigte,
wurden auch die „truen“ Metaller aus der Reserve gelockt. Im Laufe
des Sets folgten dann noch Jump In The Fire von Metallica und Breaking The
Law von Judas Priest.
Der zweite Tag des Klosterrocks begann mit einem bunten Programm für
Kinder.
Hüpfburg & Co. War angesagt um die Schlecht-Wetterlaune zu vertreiben.
Um 17:30 enterten dann Haphazard aus Neumünster die
Bühne.
Den Neumünsteraner Bands war wohl die Opener-Rolle zwangszugeteilt worden.
Trotz des wesentlich besseren Wetters waren um diese Uhrzeit nur wenige Menschen
auf der Klosterinsel.
Nach den ersten Klängen des Soundchecks war eigentlich schon jedem klar
was Haphazard für Musik machen. Heavy Metal war angesagt.
Obwohl Haphazard, ebenso wie Rattlesnake, erst im Juni auf dem Köste-Rock
spielen durften, war Sänger Diogo die Nervosität anzumerken.
Trotz dieses kleinen Makels legten auch Haphazard einen sehr feinen Auftritt
hin.
Wieder eine Umbaupause und Bosco aus Husum begrüsste mit einem „Moin,
Moin“ das Klosterrock-Publikum. Trotz aller Bemühungen gelang es
der Crossover-Band jedoch nicht das Publikum zu begeistern.
Es blieb sehr leer vor der Bühne.
Nach Bosco folgte Soon. Auch hier ging es sehr rockig zu. Soon schafften es
schon etwas besser das Publikum vor die Bühne zu bewegen.
Headliner des zweiten Klosterrock-Tages waren The Seer
aus Augsburg.
Folkrock vom feinsten wurde geboten.
Neben einer großen Instrumentenvielfalt auf der Bühne boten die
Augsburger keinesfalls eine Puppenkiste, sondern ein gutes und mitreißendes
Set.
Das Publikum dankte auch hier nicht nur mit einem Höflichkeitsapplaus,
sondern mit echter Begeisterung.
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